Die Sinne
Dass wir Samtpfoten ganz anders ticken als Menschen, soll die folgende Reise durch die einzigartige Sinneswelt der Katzen aufzeigen.
Das Sehen
Wenn man das Sehvermögen einer Katze mit der des Menschen vergleicht, so verfügt ein gerade geborenes Kitten über eine Sehkraft, die einem menschlichen Embryo im 5. Schwangerschaftsmonat ähnelt. Katzenbabies kommen blind zur Welt und drehen ihre geschlossenen Augen instinktiv von Lichtquellen weg. Nach ein paar Tagen beginnen sie, die Äuglein schlitzartig zu öffnen, bis sie nach 2-3 Wochen vollständig geöffnet sind. Wie lang es jedoch wirklich bis dahin dauert, ist von äußeren Einflüssen, wie in etwa die Helligkeit der Umgebung, abhängig.

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Eine erwachsene Katze braucht in etwa ein Sechstel der Beleuchtung, um genauso gut sehen zu können, wie der Mensch, was gerade für ihren Beutezug bei Nacht sehr wichtig ist. Behauptungen, dass Katzen keine Farben erkennen, sind schlichtweg falsch: Vielmehr ist es einfach so, dass das Wahrnehmungsspektrum der Farben ein wenig in den Bereich Grün/Gelb/Blau verschoben ist.
Das Hören
Katzenkinder sind bei ihrer Geburt nicht nur blind, sondern sie hören auch äußerst wenig, da sich ihr Gehörkanal erst mit etwa 9 Tagen öffnet und etwa ab dem 17. Lebenstag voll einsatzfähig ist. Um die Geräuschquelle genau lokalisieren zu können, hat die Katze die Fähigkeit, ihre Ohren in verschiedene Richtungen zu bewegen. Unabhängig voneinander kann eine Mieze sogar zwei verschiedene Geräusche deuten: Mit einem Ohr dem Vogelgezwitscher lauschen und mit dem anderen Ohr das Rascheln der Spielangel deuten.
Der Geruchssinn
Dadurch, dass Katzenkinder in den ersten Tagen nichts sehen und hören, sind sie sehr auf ihren Geruchssinn angewiesen. Dadurch sind sie in der Lage, die “Milchbar” ihrer Mama zu finden. Tag für Tag entwickeln sich ihre anderen Sinne und so wird der Geruchssinn immer weniger herausragend wichtig, bleibt aber selbstverständlich für ein leben lang. Im Erwachsenenalter “erkennen” Katzen aneinander an ihrem persönlichen “Duft”, begegnen sie sich, so bedeutet ein “Nasenstüber” das Gleiche, wie ein Händedruck zwischen uns Menschen.

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In dem Gesicht einer Katze befinden sich kleine Drüsen, mit denen das Revier markiert wird. Das Näschen einer Katze beherrbergt in etwa 67 Mio. Riechzellen, was in etwa 15 Mio. mehr als bei uns Menschen entspricht. Desweiteren verfügt die Samtpfote über das sogenannte Jacobson’sche Organ, eine Art “zweite Nase”, womit Gerüche sehr intensiv aufgenommen werden können. Dabei steht der Mund offen und der Duft wird regelrecht “inhaliert”, was sehr lustig anzusehen ist.
Der Tastsinn
Die Katze verfügt an unterschiedlichen Stellen über Tasthaare, die äußerst wichtig bei der Ortung ihrer kleineren Beutetiere sind. Von den Schnurrhaaren an der Oberlippe, über die “Augenbrauen” und Ohren bis hin zu zur Oberseite Vorderpfoten. Da jedes einzelne Tasthaar über eine von Nerven durchzogene Basis “ausgestattet” ist, kann die Samtpfote damit sogar Bewegungen und Lüftzüge spüren.
--> Auszüge aus: "Wie Katzen ticken" Herausgeber: Wendt Seite 31-36 ISBN 978-3-8404-4003-8








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